Die Sprache des Windes

Installation 2020

Installation von Dörthe Bäumer
Texte und Klangcollage von Augusta Laar

– aktuell in Arbeit –

Wind lässt sich sprachlich nur schwer beschreiben, weil er nicht zu sehen ist. So greift auch die zur Bestimmung von Windstärken gängige Beaufort-Skala darauf zurück wie er auf Dinge wirkt, die man sehen kann – Segel, Wellen, Bäume, Dachziegel. Beschreibt man den Wind, beobachtet man alles andere. Das erweitert die Wahrnehmung.
Diese Offenheit prägt ebenso die lyrischen Texte von Augusta Laar zum Thema Wind, als auch die Rauminstallation von Dörthe Bäumer. Im Zusammenspiel von Klangcollage und fünf figurative Objekte aus Seidenpapier entsteht ein Raum, der pointiert akzentuiert ist und gleichzeitig Freiraum zulässt. Die Büsten aus Seidenpapier sind im oberen Bereich zart wie Eierschalen, aber vollplastisch gearbeitet, während es im unteren Bereich so scheint, als würden sie sich auflösen.